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Bürgerbeteiligung zum “Ostfeld”

Bürgerbeteiligungsprozesse sind nicht nur eine löbliche und fachlich einzufordernde Angelegenheit, wenn es um Stadtplanungsprozesse geht. Aus der Sozialraumforschung geht eindeutig hervor, dass Bürgerbeteiligungsprozesse als Grundlage demokratischer Gesellschaftsentwicklung kaum mehr wegzudenken sind.

Bürgerbeteiligungen sind ein demokratischer Prozess und als solchem unterliegen ihre verschiedenen Methoden wissenschaftlichen Rahmenbedingungen. Insbesondere auch um auszuschließen, dass sich gegebene Interessens- und Machtverhältnisse reproduzieren und um sicher zu stellen, dass angebrachte Kritik inhaltliche Relevanz und Raum erhält – gerade wenn die kritischen Stimmen von Betroffenen stammen.

Schnell können aber Methoden der Bürgerbeteiligung als strategische Einbindung von vermeintlichen „Herrschaftssystemen“ missbraucht werden.[1] Dann gewinnt die Bürgerbeteiligung leider nicht als demokratischer Ansatz an Relevanz, sondern verkommt im schlimmsten Fall zu einem wohl inszenierten und unkritischen Instrument des Machterhalts.

Für Interessierte:
– IAP2 (International Association for Public Participation): Spectrum of Public Participation
– bpp (Bundeszentrale für politische Bildung): “Ehernes Gesetz der Oligarchie”: Ist Demokratie möglich?
– Michael Wilk, Bernd Sahler (Hrsg.), 2014: Strategische Einbindung: von Mediationen, Schlichtungen, runden Tischen

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