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Bündnis Stadtklima unterstützt Forderung des BUND nach Einbindung in Regionalplanung

Ganz zu Recht empört sich der hessische Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND Hessen) in seiner Pressemitteilung über die Äußerungen des Verbandsdirektors des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain, Thomas Horn (CDU). Dieser hatte sich in einer dpa-Meldung dafür ausgesprochen, Möglichkeiten wie Bürgerbegehren und Bürgerentscheide gegen Bebauungspläne in Zeiten der Wohnungsnot auszusetzen.

Abgesehen von dem hahnebüchenen Demokratieverständnis, das hinter solchen Äußerungen steckt, ist es doch so: Solange in den Köpfen unserer Politiker*innen die Themen Klimawandel und Klimaanpassung immer noch nicht als die entscheidenden Faktoren unserer Zukunft angekommen sind, bleibt den Bürger*innen und Verbänden gar nichts anderes übrig, als hier immer wieder den Finger in die Wunde zu legen.

Die aktuelle Baupolitik ist rückwärtsgewandt und löst auch nicht die Not der Wohnungssuchenden. Denn nicht bauen, bauen, bauen, sondern geförderten Wohnraum erhalten und ein klimaangepasstes Umfeld schaffen, muss die Devise sein.

“Kostbare” Neuigkeiten zum Ostfeld

Agentur bietet Infos vom Wiesbadener Bau-Dezernenten für 300 Euro Eintrittsgeld.

Wie die Lokalpresse berichtet, tritt Bau-Dezernent Kessler am 10. Dezember 2020 bei einer Veranstaltung von “Immobilien-Netzwerkern” auf. Der Beitrag bezieht sich auf eine Pressemeldung der Initiative “Hände weg von Os/Ka”, die wiederum einen Veranstaltungshinweis der Agentur Heuer kommentiert.

In seiner Ankündigung schreibt der Immobilien-Netzwerker Heuer: “Freuen Sie sich auf ein vorweihnachtliches Update zum Thema Ostfeld von Stadtrat Hans-Martin Kessler.” Für den Eintritt zur Veranstaltung mit neuesten Infos von Kessler aus erster Hand ruft die Agentur 300 Euro pro Kopf von den Zuhörern auf. Fraglich ist, welche “kostbaren” Neuigkeiten Kessler dort der zahlungswilligen Zuhörerschaft zu berichten hat, die nicht jede/jeder auch öffentlich in den Unterlagen nachlesen könnte, die zum Beispiel im Rahmen des Bürgerbeteiligungsprozesses bekannt wurden? Gibt’s Infos, die wir Wiesbadener Bürgerinnen und Bürger nicht kennen, aber die potentielle Investoren gegen 300 Euro pro Kopf vom Wiesbadener Stadtentwicklungs-Dezernenten bei einer Agentur-Veranstaltung erhalten – oder ist nur das Catering so teuer?

Hier geht es zum Zeitungsbericht:

https://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/amoeneburg-kostheim-kastel/ostfeld-die-immobilienwirtschaft-wartet-auf-die-bescherung_22465502

Hier geht es zum Veranstaltungshinweis der Agentur:

https://www.heuer-dialog.de/veranstaltungen/11241/immobilien-brunch-wiesbaden?utm_source=Newsletter&utm_medium=e-mail&utm_campaign=DA_2043