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Bezahlbarer Wohnraum /Finanzierung

Das Projekt Ostfeld wird mit dem Argument „bezahlbarer Wohnraum“ vorangetrieben. Alle offenen Fragen (neben den erörterten Problemen zur Klimaverträglichkeit) – als da sind

  • Probleme mit dem erhöhten Verkehrsaufkommen mit einem neuen Stadtteil,
  • Artenschutz (5 Biotope mit 100 Tierarten, siehe Bericht des HGON),
  • Wasserver- und -entsorgung (Cyperus-Gelände mit geschützten Quellen; Wasserknappheit),
  • Überflugrechte und Lärmschutz des Militärflughafens Erbenheim,
  • archäologische Funde und Kampfmittelaltlasten auf dem Gelände

– werden nur in der 3000-seitigen Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange (vgl. Dein.Wiesbaden.de) thematisiert.

Lösungen werden jedoch von Seiten der Stadt nicht konkretisiert.

Wiesbaden bietet – wie in dem eigenen Bericht „Wi Sek 2030+“ (Wiesbaden 2030 Integriertes Stadtentwicklungskonzept) dargelegt – ausreichend Flächen für bezahlbaren, sozialverträglichen Wohnungsbau.

Die Zahl der Haushalte in Wiesbaden Ende 2018 = 147.039, Ende 2019 = 147.027 – seit 2 Jahren Stagnation der Haushalte. Wachstum der Bevölkerung anteilig nur über Menschen mit Migrationshintergrund. Einwohner Ende 2016 = 289.544, Juni 2020 = 290.955.

Mietpreis-Spiegel Wiesbaden: Seit 2016 bis heute für alle Wohnungsgrößen Stagnation bzw. geringfügige Senkung. In der aktuellen Broschüre der SEG zum Ostfeld wird ein Neubaubedarf an Wohnungen von 32.500 für Wiesbaden mit Quelle IWU 2017[1] genannt. Doch die neue IWU vom 15.1.2020 kommt allenfalls auf 18.000 – und das war vor Corona.[2]

Nebenbei gehen alle 5 Prognosen der Stadtpublikationen von maximal 305.000 Einwohnern im Jahr 2035 aus.


[1] Institut Wohnen und Umwelt, Darmstadt

[2] beide IWU-Wohnungsbedarfsprognosen im Auftrag des Hessischen Wirtschaftsministeriums